Worum es geht
Im Team über das Netz spielen – Teamgeist, Sprungkraft und Technik. Damit zählt Volleyball zu den beliebten Ideen im Bereich Sport & Bewegung.
Volleyball hat den größten Abstand zwischen Zuschauen und Mitspielen. Von außen wirkt es geordnet und leicht, auf dem Feld merkst du in der ersten Viertelstunde, dass ein von oben kommender Ball nur dann sauber weitergeht, wenn Arme, Beine und Zeitpunkt zusammenpassen. Der Ball wartet nicht, und stehen bleiben ist keine Option.
Es ist der einzige große Ballsport, bei dem niemand den Ball festhalten darf. Alles läuft im Rhythmus von drei Berührungen, weshalb jeder Angriff an den beiden Personen davor hängt. Wer neu dazukommt, ist zunächst das schwächste Glied in dieser Kette. Deshalb ist eine gemischte Freizeitgruppe der bessere Start als eine ehrgeizige Ligamannschaft.
Körperlich ist Volleyball ein Sprungsport. Landungen, kurze Antritte und viel Arbeit über Kopf gehören dazu, und Finger, Knie und Schulter sind die Stellen, die sich am ehesten melden. Sauberes Baggern und ein stabiler Fingerstand beim Pritschen sind deshalb keine Stilfragen, sondern der Grund, warum manche verletzungsfrei durch die Saison kommen.
Für wen es passt
Ob Volleyball zu dir passt? Schau, ob das auf dich zutrifft:
- Für gesellige, sportliche Menschen, die Mannschaftssport und Bewegung lieben.
Woran es scheitern könnte – eher nichts für dich, wenn …
Wer nicht gern im Team spielt oder keine Gruppe findet, hat es schwer.
Steckbrief
Was es kostet
Niedrig. Hallenschuhe sind die einzige nötige Anschaffung, dazu Sportkleidung. Bälle und Netze stellt der Verein oder die Gruppe, und für den Anfang reicht ein geliehener Ball.
Der Vereinsbeitrag ist überschaubar und enthält Hallenzeit und Training. Wer privat spielt, teilt sich die Hallenmiete durch die Gruppe, was pro Abend wenig ausmacht. Knieschoner und Schuhe sind Verschleißteile mit langer Lebensdauer.
Häng dich an eine bestehende Hobbygruppe, die bereits eine Hallenzeit hat, statt selbst eine zu mieten. Im Sommer ist Beachvolleyball auf öffentlichen Feldern kostenlos und ein hervorragendes Techniktraining. Einen eigenen Ball brauchst du erst, wenn du außerhalb der Trainingszeiten üben willst.
So startest du
So kommst du in Volleyball rein:
- Eine Hobbygruppe oder einen Verein finden
- Die Grundtechniken Pritschen und Baggern lernen
- Regelmäßig im Team trainieren und spielen
Was du zum Einstieg brauchst
- Hallenschuhe mit guter DämpfungDu landest sehr oft aus dem Sprung. Schuhe mit seitlichem Halt und Dämpfung sind hier wichtiger als bei anderen Hallensportarten.
- KnieschonerBälle in Bodennähe werden im Fallen gespielt, und der Hallenboden verzeiht nichts. In vielen Mannschaften tragen sie alle, ohne dass darüber gesprochen wird.
- Ein Volleyball in SpielgrößeZum Üben von Pritschen und Baggern gegen eine Wand. Weiche Bälle für Einsteiger tun weniger weh, verhalten sich aber anders als der Spielball.
- Tape für die FingerBeim Pritschen und Blocken knicken Finger um. Getapte Finger halten manche Saison zusammen, und im Rucksack jeder erfahrenen Mannschaft liegt eine Rolle.
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Typische Anfängerfehler
- Mit lockeren, gestreckten Fingern pritschen. Genau dabei knicken Finger um, und verstauchte Finger sind die typischste Volleyballverletzung bei Einsteigern.
- Beim Baggern mit den Armen schlagen statt sie ruhig zu halten. Der Ball soll von den Unterarmen abprallen, während die Bewegung aus den Beinen kommt; wer zuschlägt, verliert jede Kontrolle über die Richtung.
- Nach dem eigenen Zuspiel stehen bleiben und zuschauen. Volleyball besteht zum größeren Teil aus Laufwegen ohne Ball, und wer sie ausspart, steht ständig eine Sekunde zu spät am Ort.
Wie schnell du vorankommst
Nach zwei, drei Abenden bringst du den Ball kontrolliert übers Netz, und ein Spiel mit Anfängern läuft. Baggern sitzt meist zuerst, Pritschen braucht länger, weil es Timing und Handhaltung gleichzeitig verlangt. Der Aufschlag von oben ist für viele die erste größere Hürde und braucht Wochen. Zusammenspiel im Sechserfeld ist eine eigene Baustelle und lernt sich nur im Team.
Spielarten und Varianten
Hallenvolleyball
Sechs gegen sechs, mit festen Positionen und Rotation. Der klassische Vereinssport mit Ligabetrieb von der Kreisklasse aufwärts.
Beachvolleyball
Zwei gegen zwei im Sand, mehr Laufarbeit und mehr Verantwortung pro Person. Sand ist gelenkfreundlicher, kostet aber deutlich mehr Kraft.
Mixed und Hobbyrunden
Gemischte Teams, lockere Regelauslegung, oft ohne Liga. Für Einsteiger die zugänglichste Form und in vielen Städten gut vertreten.
Volleyball im Betriebssport
Feste wöchentliche Termine über den Arbeitgeber oder die Hochschule. Unkompliziert, weil Halle und Gruppe schon existieren.
Wo du Anschluss findest
Sportvereine mit Volleyballabteilung gibt es fast überall, viele mit eigener Anfänger- oder Hobbygruppe neben den Ligamannschaften. Hochschulsport und Betriebssport bieten offene Termine, bei denen Wechsel unkompliziert ist. Im Sommer stehen in vielen Parks und Bädern Beachfelder frei zur Verfügung. Kommerzielle Beachanlagen vermieten Felder stundenweise, auch für kurzfristige Runden.
Häufige Fragen zu Volleyball
Muss ich groß sein, um mitzuspielen?
Für Spitzenvolleyball hilft Größe erheblich, im Breitensport überhaupt nicht. Kleinere Spielerinnen und Spieler übernehmen Annahme und Abwehr, und dort entscheiden Reaktion und Technik. In Hobbyrunden spielt das ohnehin keine Rolle.
Kann ich mit null Erfahrung einsteigen?
Ja, wenn die Gruppe dazu passt. Volleyball ist unter den Mannschaftssportarten der, bei dem eine einzelne unsichere Person den Ballwechsel am deutlichsten beendet, und das kann in einer ehrgeizigen Mannschaft unangenehm werden. Such gezielt nach Anfängertraining oder einer gemischten Hobbygruppe.
Tut Baggern weh?
Am Anfang sind die Unterarme oft gerötet, weil der Ball an der falschen Stelle trifft oder die Arme angespannt sind. Das legt sich mit der Technik. Wenn es dauerhaft schmerzt, stimmt meist die Haltung der Arme und nicht die Härte des Balls.
Halle oder Beach für den Einstieg?
Beach ist im Sommer der leichtere Zugang: weniger Leute, weiche Landung, weniger Regeln. Die Technik überträgt sich in beide Richtungen gut, auch wenn der Sand mehr Kraft kostet und der Wind mitspielt.
Wie finde ich eine Gruppe?
Über Vereine mit Erwachsenengruppen, über den Hochschulsport oder über Aushänge in Hallen. In Städten gibt es zusätzlich offene Runden, die sich in sozialen Netzwerken verabreden. Beim ersten Mal einfach fragen, ob man mitspielen darf, ist üblich und wird selten abgelehnt.
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