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Handball

Schneller Hallensport mit Sprungwürfen, harter Abwehr und viel Körperkontakt.

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Worum es geht

Handball gehört zum Bereich Sport & Bewegung. Schneller Hallensport mit Sprungwürfen, harter Abwehr und viel Körperkontakt.

Handball ist schnell, laut und körperlich. Kaum eine andere Mannschaftssportart hat so viel direkten Kontakt, und der ist Teil des Regelwerks und nicht sein Rand. Wer damit nichts anfangen kann, merkt das schon in der ersten Trainingseinheit, und das ist keine Frage von Härte, sondern von Geschmack.

Technisch dreht sich alles um den Wurf aus der Bewegung und um Tempo in beide Richtungen. Der Sprungwurf kostet Einsteiger die meiste Zeit, weil Anlauf, Absprung, Drehung und Wurfarm zusammenpassen müssen. Dazu kommt eine Kondition, die kaum jemand mitbringt: Handball besteht aus Sprints nach vorn und Sprints zurück, immer wieder, über die gesamte Spielzeit. Die ersten Wochen merkst du das vor allem am nächsten Morgen.

Ehrlich dazugehört die hohe Belastung. Schulter, Knie und Finger sind die Stellen, die im Handball am häufigsten Pausen erzwingen, und ein Wiedereinstieg nach Jahren geht selten ohne Anlauf. Viele Vereine haben dafür eigene Gruppen, in denen Tempo und Kontakt bewusst zurückgenommen werden und niemand um Punkte spielt.

Für wen es passt

Für diese Menschen ist Handball wie gemacht:

Ehrlich gesagt eher nichts für dich, wenn …

Wer Körperkontakt und blaue Flecken scheut, hält in der Abwehr nicht lange durch.

Steckbrief

Zeitbedarf pro Wocheregelmäßig – fester Zeitblock
Einstiegskosten€ – sehr günstig
Laufende Kostengeringe laufende Kosten
Platzbedarfein eigener Bereich oder Zimmer
Körperliche Anforderungkörperlich fordernd
Drinnen oder draußenvor allem drinnen
Allein oder Gruppelebt von der Gruppe
Tempokörperlich aktiv
Strukturplanvoll und strukturiert
Einstiegsalterjedes Alter

Was es kostet

Einstieg

Niedrig. Hallenschuhe und Sportkleidung genügen, Bälle und Trikots stellt der Verein. Wer sich unsicher fühlt, ergänzt eine Bandage für Knie oder Sprunggelenk.

Laufende Kosten

Der Vereinsbeitrag liegt im üblichen Rahmen für Hallensport und enthält Training und Hallenzeit. Schuhe verschleißen zügig, weil die Sohle beim Abstoppen stark beansprucht wird. Für Auswärtsspiele fällt gelegentlich Fahrgeld an.

Spartipp

Geh zuerst zum Probetraining und kauf danach die Schuhe, denn welcher Halt dir fehlt, merkst du erst auf dem Hallenboden. Freizeit- und Ü-Gruppen kosten oft weniger als Ligamannschaften, weil weniger Hallenzeit und keine Spielgebühren anfallen. Ein zweites Paar Schuhe nur für die Halle verlängert die Lebensdauer beider.

So startest du

Die ersten Schritte sind schnell gemacht:

  1. Einen Verein mit Anfänger- oder Freizeitmannschaft finden
  2. Passen, Prellen und den Sprungwurf üben
  3. Regelmäßig am Mannschaftstraining teilnehmen

Was du zum Einstieg brauchst

  • Hallenschuhe mit fester SohleHandball besteht aus Abstoppen und Antreten, und dabei zählt Grip in alle Richtungen. Laufschuhe verdrehen sich beim seitlichen Abstoppen und geben dem Fuß keinen Halt.
  • Bandagen für Knie oder SprunggelenkNicht für jeden nötig, aber verbreitet. Wer eine Vorgeschichte an diesen Gelenken hat, spielt damit deutlich ruhiger; die Auswahl klärt man am besten fachlich ab.
  • Tape für die FingerEin Ball, der auf die Fingerkuppe trifft, staucht sie zuverlässig. Getapte Finger sind in vielen Mannschaften die Regel und nicht die Ausnahme.
  • Ein Handball in der richtigen GrößeDamen- und Herrenbälle unterscheiden sich in Umfang und Gewicht. Zum Üben von Wurf und Fangen an einer Wand reicht ein einzelner Ball für Jahre.
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Typische Anfängerfehler

Wie schnell du vorankommst

Passen und Fangen sitzen nach wenigen Einheiten, und damit lässt sich schon spielen. Der Sprungwurf braucht bei den meisten mehrere Monate, bis er kontrolliert und ohne Krampf gelingt. Die Kondition ist der Teil, der am längsten hinterherhinkt, weil Handball ununterbrochen Richtungswechsel verlangt. Regelverständnis und Positionsspiel wachsen dagegen zügig, sobald du fest in einer Mannschaft trainierst.

Spielarten und Varianten

Vereinsmannschaft im Ligabetrieb

Zweimal Training in der Woche, Spiele am Wochenende, klare Klassenstruktur. Verbindlich und für viele genau deshalb reizvoll.

Freizeit- und Ü-Gruppen

Getrennte Altersklassen oder reine Hobbyrunden mit reduziertem Tempo. Der übliche Weg für alle, die nach Jahren wieder anfangen.

Beachhandball

Im Sand, mit kleineren Teams und eigener Wertung für Kunstwürfe. Sommervariante mit deutlich weicherer Landung und lockerer Stimmung.

Die Torwartposition

Eine eigene Sportart innerhalb des Spiels, mit eigenem Training und eigenen Anforderungen. Vereine suchen fast überall Torhüter, und der Einstieg ist entsprechend leicht.

Wo du Anschluss findest

Handballvereine gibt es in fast jedem Ort mit einer Sporthalle, allerdings mit sehr unterschiedlichem Angebot für Erwachsene ohne Vorerfahrung. Freizeit- und Ü-Gruppen sind der beste Einstieg und werden auf den Vereinsseiten oft nur beiläufig erwähnt, weshalb ein Anruf lohnt. Hochschulsport und Betriebssport bieten offene Termine ohne Ligadruck. Im Sommer finden in vielen Städten Beachhandballturniere statt, bei denen auch gemischte Freizeitteams antreten.

Häufige Fragen zu Handball

Kann ich als Erwachsener neu anfangen?

Möglich ist es, aber du bist damit eine Ausnahme, weil die meisten aus der Jugend kommen. Freizeit- und Ü-Gruppen sind der passende Ort, weil dort Rücksicht genommen wird und niemand Vorkenntnisse voraussetzt. Ruf im Verein an und sag offen, dass du bei null anfängst.

Wie hart geht es wirklich zu?

Körperkontakt ist ausdrücklich erlaubt, allerdings in klaren Grenzen und mit Regeln, die die Wurfhand und den Kopf schützen. Im Freizeitbereich wird der Kontakt spürbar zurückgenommen. Blaue Flecken gehören dazu, alles darüber hinaus gehört nicht zum Spiel.

Was hat es mit dem Haftmittel auf sich?

Harz verbessert den Griff am Ball und ist in Teilen des Spielbetriebs üblich, in vielen Hallen aber wegen der Rückstände verboten. Ob bei euch damit gespielt wird, sagt dir der Verein. Für Einsteiger spielt es ohnehin keine Rolle.

Welche Position passt für den Anfang?

Das entscheidet meist der Trainer nach ein paar Einheiten, oft anhand von Größe, Wurfarm und Tempo. Der Außenbereich ist läuferisch fordernd, die Mitte verlangt mehr Übersicht. Wer sich als Torhüter versucht, ist fast überall willkommen.

Wie finde ich einen Verein für Erwachsene?

Über den Landesverband lassen sich Vereine in der Umgebung finden, und die meisten führen ihre Mannschaften mit Ansprechpartnern auf. Frag gezielt nach Freizeit-, Ü- oder Wiedereinsteigergruppen. Ein Probetraining ist üblich und kostet nichts.

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